Ein Schultag zur Meinungsfreiheit

Mit den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen fand am 13.11.2018 ein besonderes Projekt statt.

Unter dem Titel „Mean it – Mein es! Es lebe die Meinungsfreiheit“ wurde den Jugendlichen das Streiten um Grundrechte bewusst gemacht.

Demokratie braucht Demokraten – nur was passiert, wenn immer mehr Bürger die pluralistische Gesellschaft ablehnen? Wie erkenne ich die Manipulation der demokratischen Grundwerte? Und wie verteidigen wir die Freiheit von Meinung, Medien und Versammlung, wenn diese zur Abschaffung der Demokratie missbraucht werden?

In drei Mal 90 Minuten wurde die Diskussionen um Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und Pressefreiheit geführt.

Nach einem Interview – Einspieler mit bekannten Politikern und einem Quiz zum Aufwärmen, in dem es um politisches Grundwissen ging, wurde die Diskussion zum Thema: „Welche Bedeutung hat Meinungsfreiheit in der politischen Sphäre?“ angeregt.

In einer anschließenden Gruppenarbeit ging es um die Frage: Journalismus/Medien und Meinung. Gast für dieses Kapitel war der stellvertretende Chefredakteur der „Thüringer Allgemeinen“, Herr Bersch. Bei 327 Tageszeitungen, die deutschlandweit täglich erscheinen, ist es gar nicht so einfach, Fakenews von investigativem Journalismus zu unterscheiden.

Über eine Diskussion mit Interviewbeiträgen wurde die Frage aufgegriffen: Welche Bedeutung hat Religion in der freien Gesellschaft, wo gibt es Probleme?

Höhepunkt der Veranstaltung war das Auftreten des Zeitzeugen Peter Keup, der 1981 die DDR auf illegalem Wege verlassen wollte und der in Form eines Interviews befragt wurde und ausführlich und interessant von seinen Motiven der Flucht und seiner Zeit in der Untersuchungshaft in Berlin und Dresden berichtete. Er kam als „Kronzeuge für freie Meinung“. Anschließend konnten die Schüler an die anwesenden Gäste Fragen stellen.

Geleitet wurde dieser Projekttag von den „Politiksprechern“ Helge Eikelmann (Redakteur und Texter) und Marcus Kiesel (Moderator bei verschiedenen Fernseh – und Rundfunksendern, wie SWR, WDR und BR).

Es ging vor allem darum, den Schülern zu helfen, sich eine informierte Meinung zu bilden und diese zu verteidigen und ihnen bewusst zu machen, welche Bedeutung die freie Meinungsäußerung innerhalb einer Demokratie hat.

Mitnehmen sollten die Jugendlichen dabei folgende Grundprinzipien, denn sie sind die potentiellen Wähler in unserer Demokratie:

Position beziehen!

Meinung vertreten!

Haltung verteidigen!


 

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