Auszug aus der:

 

Thüringer Verordnung über die Infektionsschutzregeln zur Eindämmung der Ausbreitung

 

des Coronavirus SARS-CoV-2 in Kindertageseinrichtungen,

 

Schulen und für den Sportbetrieb

 

(ThürSARS-00V-2-KiSSP-VO)

 

Vom 12. Juni 2020

 

Dritter Unterabschnitt

Schulbetrieb

 

§17

 

Sekundarstufen I und II, Berufsbildende Schulen

 

(1) Der Schulbetrieb in den Sekundarstufen I und II, einschließlich der berufsbildenden Schulen, kann im Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Distanzlernen erfolgen. Über Einzelheiten entscheidet die Schulleitung.

(2) Der Präsenzunterricht wird in festen, voneinander getrennten Gruppen, die an die jeweiligen Raumgrößen unter Wahrung des Mindestabstandsgebots nach § 1 Abs. 1 ThürSARSCoV-2-IfS-GrundV0 angepasst sind, erteilt. Soweit räumlich und personell möglich, soll die Schulleitung unter Anwendung des Konzepts der festen Gruppen mit festem pädagogischen Personal den Präsenzunterricht ausweiten; von dem Mindestabstand nach § 1 Abs. 1 ThürSARS-CoV-2-IfS-GrundV0 kann abgewichen werden.

(3) Schülern mit sonderpädagogischen Förderungsbedarf in der geistigen Entwicklung ist die

Teilnahme am Präsenzunterricht weitestgehend zu ermöglichen.

§18

 

Schulsport

 

(1) Die Schulleitung hat für den Sportunterricht einschließlich des Anfangsschwimmens sowie schulinterner Sportfeste die Durchführung des Unterrichts mit dem jeweiligen Träger der Sportstätte unter Beachtung seines Infektionsschutzkonzepts abzustimmen.

(2) Im Sportunterricht soll direkter Körperkontakt vermieden werden. Der Sportunterricht soll möglichst im Freien stattfinden.

 

§19

 

Mund-Nasen-Bedeckung

 

(1) Im Schulgebäude soll eine Mund-Nasen-Bedeckung nach § 6 Abs. 3 bis 5 ThürSARSCoV-

2-IfS-GrundV0 in Situationen getragen werden, in denen das Mindestabstandsgebot

nach § 1 Abs. 1 ThürSARS-CoV-2-IfS-GrundV0 nicht eingehalten werden kann, insbesondere

bei Raumwechseln in den Pausen. In den Unterrichtsräumen oder bei Aufenthalt im Freien ist bei gewährleistetem Mindestabstand das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht erforderlich.

(2) Im Rahmen der Schülerbeförderung ist nach § 6 Abs. 1 ThürSARS-CoV-2-IfS-GrundV0

eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

 

§ 20

 

Schutzmaßnahmen für Personal an staatlichen Schulen

 

(1) Der Präsenzeinsatz von Lehrern, Sonderpädagogischen Fachkräften und Erziehern, die

ein erhöhtes Gesundheitsrisiko bei einer möglichen COVID-19-Infektion tragen (Risikogruppe), erfolgt freiwillig. Maßgeblich für die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe sind die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts im SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)1 in der jeweils geltenden Fassung. Zur Vermeidung des Präsenzeinsatzes muss die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe, soweit sie sich nicht allein aus dem Lebensalter ergibt, bei der Schulleitung angezeigt und durch eine ärztliche Bescheinigung über das erhöhte Gesundheitsrisiko belegt werden.

(2) Sofern einer Risikogruppe zugehöriges Personal keinen Präsenzunterricht erteilt oder

keine Betreuung von Gruppen übernimmt, entscheidet die Schulleitung über die Einzelheiten

des Einsatzes. Dabei werden nur Aufgaben zugewiesen, bei denen das Mindestabstandsgebot nach § 1 Abs. 1 ThürSARS-CoV-21fS-GrundV0 ununterbrochen und sicher gewährleistet ist.

(3) Einer Risikogruppe zugehörigem Personal, das Präsenzunterricht erteilt oder die Betreuung von Gruppen übernimmt, wird auf formlosen Antrag bei der Schulleitung, die erforderliche Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt. In Einzelfällen kann die zuständige Fachkraft für Arbeitssicherheit oder der Betriebsarzt einbezogen werden. Für Landesbedienstete trägt das Land die Kosten der Schutzausrüstung.

 

§21

 

Schutzmaßnahmen für Schüler

 

Einer Risikogruppe zugehörige Schüler werden auf formlosen Antrag bei der Schulleitung von

der Teilnahme am Präsenzunterricht befreit; die Verpflichtung zur Teilnahme an Prüfungen

und Leistungsnachweisen bleibt davon unberührt. § 20 Abs. 1 Satz 2 und 3 gilt entsprechend.

Die Vermittlun9 von Unterrichtsinhalten wird durch Angebote im Rahmen des Distanzlernens sichergestellt. Über den Antrag nach Satz 1 entscheidet die Schulleitung.

§ 26

 

Inkrafttreten, Außerkrafttreten

 

Diese Verordnung tritt am 13. Juni 2020 In Kraft und mit Ablauf des 30. August 2020 außer

Kraft.

 

Erfurt, den 12.06.2020

 

Helmut Holter

 

Der Minister für Bildung,

Jugend und Sport

 

 

f t g
Copyright © 2020 www.schollschule-ilmenau.de - xsDesign by Hostgator